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Ratgeber · 4 Min. Lesezeit

Glas auf der Baustelle: Was ihm vor dem Einzug schadet

Glas verträgt viel, aber nicht alles. Die meisten Schäden entstehen, solange noch gebaut wird: durch Zement, Staub, Spachtel und Funkenflug. Das meiste davon lässt sich vermeiden.

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Die meisten Schäden entstehen vor dem Einzug

Die Erfahrung zeigt: Glas wird am häufigsten während der Bauphase beschädigt, nach Fertigstellung des Gebäudes nur selten. Kratzer, blinde Stellen und Einbrennungen sind meist kein Fertigungsfehler, sondern Spuren der Baustelle.

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Zement, Putz, Beton und Kalk

Das ist die häufigste Ursache für Schäden. Frischer Zement, Putz und Beton sind stark alkalisch und verätzen das Glas. Sind sie angetrocknet und entfernt, bleibt eine blinde Stelle, die sich nicht mehr wegputzen lässt.

Was tun: sofort mit reichlich sauberem Wasser abspülen, solange es noch nass ist. Niemals trocken entfernen.

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Staub und trockenes Wischen

Baustaub ist Sand. Wischen mit einem trockenen Lappen oder eine Scheibe, die über eine andere geschoben wird, hinterlässt feine Kratzer.

Staub wird mit viel Wasser entfernt, nie trocken.

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Spachtel und Messer

Eine Klinge zerkratzt das Glas. Mit dem Spachtel (Glasschaber) wird nicht die ganze Glasfläche abgekratzt.

Bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) sind Kratzer stärker sichtbar als bei normalem Glas, manchmal erst nach einiger Zeit.

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Funkenflug beim Trennschleifen und Schweißen

Funken vom Winkelschleifer und vom Schweißen brennen sich ins Glas ein und bleiben für immer. Glas in der Nähe solcher Arbeiten muss abgedeckt sein.

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Säuren, Laugen und Fassadenreiniger

Reiniger für Mauerwerk und Fassaden enthalten oft Flusssäure, die das Glas dauerhaft verätzt. Weder Laugen noch Säuren dürfen auf das Glas.

Falsche Silikone und Dichtstoffe können dauerhafte Schlieren hinterlassen. Mehr dazu im Beitrag Isolierglas: Einbau, Dichtstoffe und Lagerung.

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So schützen Sie das Glas

Schutzfolie auf das Glas, wenn die Fenster vor dem Verputzen und den übrigen Arbeiten eingebaut werden.

Das ausführende Unternehmen informiert die nachfolgenden Gewerke, dass die Fenster eingebaut sind und das Glas zu schützen ist. Die Erstreinigung nach Bauende kann nicht alles beseitigen, was sich während der gesamten Bauzeit angesammelt hat.

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So reinigen Sie richtig

Viel sauberes Wasser, damit Schmutzpartikel nicht über das Glas scheuern.

Weicher Schwamm, Lappen, Leder, Gummiabstreifer. Für das Glas eigene Reinigungswerkzeuge, für Rahmen und Dichtungen andere.

Weitgehend pH-neutrales Reinigungsmittel oder handelsüblicher Glasreiniger. Fett und Silikonreste mit Alkohol entfernen (Spiritus oder Isopropanol).

Nicht: Laugen, Säuren, fluoridhaltige Mittel, Klingen, Scheuerschwämme, Poliermaschinen.

Wird beim Reinigen ein Schaden bemerkt: sofort aufhören und nachfragen.

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Besondere Gläser brauchen noch mehr Sorgfalt

Manche Gläser haben eine Beschichtung auf der Außenseite: stark reflektierendes Sonnenschutzglas, entspiegeltes Glas und selbstreinigendes Glas. Ein Kratzer in einer solchen Beschichtung fällt stärker auf, und an dieser Stelle verliert die Beschichtung ihre Funktion.

Auf selbstreinigendes Glas dürfen weder Silikon noch Fett, und der Gummiabstreifer muss sauber sein.

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Kurz gesagt: Glas mit Folie abdecken, Zement sofort abspülen, nichts trocken und nichts mit Klingen.

Quellen: Guardian GlassTime, Kapitel 9.7 (Oberflächenschäden an Glas) und 9.12 (Reinigung von Glas, BF-Merkblatt des Bundesverbands Flachglas).
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